Gute-Nacht-Geschichten in Schafstedt

Das Team der Gute-Nacht-Geschichte.

Von Sünje Büttner

In der Schafstedter Kirche „Zum guten Hirten“ war in der ersten Woche der Herbstferien richtig was los. Nach zwei Jahren Pause trafen sich wieder viele Kinder von Montagabend bis Freitagabend zum Singen, Beten und Geschichten hören. Hierbei ging es um Geborgenheit, Freundschaft, Gottes Liebe, seine Schöpfung und seine Güte. Bunt wurde es dann beim Lieblingslied der Kinder vom großen, runden, roten (gelben, blauen, goldnen, bunten, lila, …) Luftballon. Mit einem Gebet und dem Lied „Weißt du, wie viel Sternlein stehen?“ endete das kuschelige Zusammentreffen. Unterstützt wurden Heike Kühl und Sünje Büttner vor allem beim Handpuppenspiel von Fiona Feddrau, Hanna und Sara Büttner.

Erntedank 2022

Schmuck sah unsere Kirche aus!

Am ersten Sonntag im Oktober findet traditonell das Erntedankfest statt. Auch die Albersdorfer Kirche war schmuck hergerichtet: Die Landfrauen hatten allerlei Erntegaben wunderschön im Altarraum platziert. Auf dem Altar waren Brote angerichtet, die den Namensschriftzug „Erntedank“ ergaben. Ein großer Dank allen, die beim Gottesdienst mitwirkten oder hinter den Kulissen zum Gelingen beitrugen.

Der Schriftzug „Erntedank“ in Form von Broten.

Der festliche Gottesdienst, zu dem viele Menschen kamen, wurden von vielen Menschen aus unserer Albersdorfer Kirche gestaltet: Die Landfrauen hatten alles schön geschmückt, die Landjugend wirkte bei den Fürbitten mit, Landwirt Christian Rühmann gab einen Rückblick auf die Ernte 2022, Mitglieder unseres Gottesdienst-Teams haben die Liturgie vorbereitet und gestaltet. Gefeiert haben wir den Gottesdient bilingual: Auf Platt- und auf Hochdeutsch.

Landwirt Christian Rühmann hält den Ernterückblick.

Landwirt Christian Rühmann zeigte sich unter dem Strich zufrieden mit der diesjährigen Ernte: Die Dithmarscher Landwirte konnten eine ganz anständige Ernte einfahren; besorgt blickten sie allerdings in die Landesteile südlich der Elbe: Dort führte die Dürre zu großen Ernteverlusten. Bauchschmerzen bereitet aber auch den norddeutschen Landwirten die gestiegenen Futter-, Dünger- und Energiepreise.

In seiner Predigt ging Pastor Moritz Keppel auf die Bundestreue Gottes ein, der das Volk Israel aus Ägypten in’s gelobte Land führte: Gott schloss einen Bund bzw. Vertrag auf Gegenseitigkeit mit den Menschen – dies steht gewissermaßen als Gegenentwurf zu den Verträgen mancher Zeitgenossen, die im Sinne eines „good deals“ nach Gewinnmaximierung und Profit streben. Gottes Bund der Gegenseitigkeit bezeichnete er als „God’s deal“, der auch den Schwachen im Blick hat.

Weiter sagte er in seiner Predigt:

Die Schöpfung ist wie ein Geschenk: Wer reichlich beschenkt wird, ist gut damit beraten, auch mal Danke zu sagen. Und aus Dank erwächst Verantwortung für das Geschenk. Der Schenkende soll schließlich nicht enttäuscht werden.

Und dieser Schenkende, liebe Gemeinde, ist unser Gott, der schon das Volk Israel mit der Freiheit reichlich beschenkt hat:

Die Erzählung im Alten Testament vom Auszug der Israeliten aus Ägypten war ein spektakulärer Angriff auf die Herrschaft der antiken Sklavenhaltergesellschaft. Unser Gott ist ein Gott der Unterdrückten und Entrechteten; er steht auf der Seite der Schwachen. Die Israeliten banden ihre Freiheit an Gott – sie schlossen einen Bund mit ihrem Gott. Das ist ihr Dank an den Gott, der ihnen einst die Freiheit schenkte.

Die vollständige Predigt können Sie hier  nachlesen: 5. Mose 8,7-18 – Erntedank – 2.10.2022

Die Mitwirkenden des Gottesdienstes.

Weitere Eindrücke aus dem Gottesdienst:

 

Wo ist Ingo?

Am 25. September wurde unser Pastor Ingo Behrens nach 35 Jahren im Amt in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Die Albersdorfer St.-Remigius-Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Union-Brass-Band  und vom Duo Drievholt gestaltet. Propst Dr. Crystall entpflichtete Ingo Behrens von seinem Amt.

Pastor Ingo Behrens (rechts im Bild) begrüßt die versammelte Gottesdienstgemeinde. Mit dabei war auch die Albersdorfer Union Brass Band.

Der Kirchengemeinderat hielt eine Laudatio auf Ingo Behrens. Kirchenvorsteherin Steffie Peters vertrat dabei den Vorsitzenden des Kirchengemeinderates, Henning Harders:

Wo ist Ingo? – Ingo ist unser Pastor Ingo Behrens. Er ist mit dem Ablauf des Septembers in seinen verdienten Ruhestand gegangen,und mit ihm seine Frau Dagmar. Damit geht ein doch sehr bewegtes Kapitel in der Albersdorfer Kirchengeschichte zu Ende. Ingo hatte viele Seiten,die man kennenlernen durfte, wennman ihn länger kannte. Fest im Glauben fand er immer die rechte Ansprache für seine Gottesdienstbesucher. Die Highlights bildeten dabei ohne Frage die Gottesdienste, in denen seine Kunst des Geschichtenerzählens zum Vorschein kam. Das „Eselchen“, das zu Weihnachten die Weihnachtsgeschichte für die Kinder erzählte; der Topf für die Hochzeitssuppe in dem alle Zutaten für eine gute Ehe zusammengerührt wurden oder die Alternativen bei der Frage: „Was mache ich mit meinem Konfirmationsgeld“. Man könnte es jaauch in Lego anlegen als langlebige und wertstabile Anlage. Diese und andere Fragestellungen zogen immer die ganzen Gottesdienstbesucher in ihren Bann und machten Pastor und Kirche nahbar. Es muss ein weiser Entschluss der Landeskirche gewesen sein, Ingo nach Albersdorf zu entsenden,und wir danken unserem Pastor Ingo Behrens für 35 Jahre Treue zur Kirchengemeinde in guten wie in schlechten Zeiten.Lieber Ingo, wir wünschen Dir und Dagmar viele gemeinsame Jahre mit den Hobbys vom Backen bis Reiten und dem Reisen (vielleicht auch mal über Tondern hinaus). Du bleibst uns ja als Albersdorfer erhalten. Und wir freuen uns, wenn wir uns treffen und hören gerne weiter deine humorvollen Geschichten.

 

Propst Crystall (rechts) entpflichtet Pastor Behrens.

Ingo Behrens schaute im Gottesdienst nicht zurück auf seine 35 Jahre in Albersdorf, sondern schenkte der Gemeinde einen Blick in die Zukunft: In einem Sketch kamen Vertreter von Landjugend, Kindergärten, Konfis und Pfadis, Ehrenamtliche und unsere Pastoren zu Wort: Sie konnten ihre Wünsche für die Gemeinde der Zukunft präsentieren. Von der Landjugend kam etwa der Wunsch nach einer Milchtankstelle an der Kirche.

Auch unsere Pfadfinder vom Stamm St. Remigius trugen ihre Wünsche vor: Sie wünschen sich unter anderem einen Unterstand für ihren Pfadfinderplatz.

Zusammen mit Ingo wurde auch seine Frau Dagmar verabschiedet, die die Jungschar- und Blockflötengruppen der Gemeinde betreut hat. Im Anschluss lud die Gemeinde zu einem Empfang in’s Gemeindehaus. Zuvor zog die Festgemeinde bei schmissiger Blasmusik („Smoke on the water“) aus der Kirche aus. Ingo und Dagmar wurden natürlich reichlich beschenkt; große Freude bereitete dem Pastor im Ruhestand eine Handpuppe im schwarzen Talar eines Pastors.

Worte des Dankes fand Kirchenvorsteherin Steffie Peters (rechts im Bild).

Und Kirchenvorsteherin Sünje Büttner erinnerte sich:

Ich verbinde mit Ingo tolle Gottesdienste, an die ich mich erinnern kann, weil er seine Handpuppen, einen Zug oder seinen halben Pferdestall dabei hatte.
1. Advent – Eisenbahn…Wir warten auf den Zug wie auf die Ankunft Jesu. Heilig Abend – Kamel macht Zeitreise 2000 Jahre zurück. Zu einer Konfirmation hatte Ingo seinen halben Pferdestall dabei – irgendwann kam von ihm der Kommentar, wir bräuchten keine Angst haben – sein Pferd habe er nicht in der Kirche dabei.

Eine Handpuppe für Ingo Behrens.

 

Feine Musik gab es auch vom Duo Drievholt – Wolfgang und Anka Mohr aus Albersdorf.